Ein systematisches Nachschlagewerk der juristischen Auslegungsmethoden, gegliedert in
einen Allgemeinen Teil (Grundlagen, Rechtsquellen, Argumentationslehre) und
einen Besonderen Teil (die konkreten Auslegungsmethoden von der Wortlautauslegung
bis zur Rechtsfortbildung).
Jede Methode ist mit Ankerbeispielen aus der Fachliteratur, lateinischen Rechtsregeln
und Rechtsprechungsnachweisen verankert.
11 Auslegungsmethoden im Besonderen Teil — ausgehend von den klassischen
Savigny'schen Kanones (grammatisch, systematisch, historisch, teleologisch), erweitert um
Rechtskonformität, Logik & Analogie, Konkretisierung, Vermutungen, Meta-Methodologie,
digitale Methoden und Begründungsqualität.
Drei Verankerungsebenen — jede Methode ist belegt durch
Ankerbeispiele aus der Fachliteratur, lateinische Rechtsregeln (Liebs) und
Rechtsprechungsnachweise mit klassifizierter Rolle (Leitentscheidung, Autoritätsbeleg, Beispiel etc.).
Wortlaut als Ausgangspunkt — die Wortlautauslegung bildet den
methodischen Einstieg; eine feste Rangordnung der Methoden besteht darüber hinaus nicht.
Über die Lehrbuchsystematik hinaus
Allgemeiner Teil — Grundlagen wie Rechtsquellenlehre, Argumentationstheorie
und Gerechtigkeitskonzepte werden als eigenständige Kategorien systematisiert, nicht nur als
Einleitungskapitel behandelt.
Meta-Methodologie — eine Ebene über den Methoden selbst:
Wie wählt man die richtige Methode? Welche Rangordnung gilt?
Digitale Methodentransformation — Computational Legal Analysis
und algorithmengestützte Rechtsanwendung als neue Methodengruppe.
Begründungspathologien — nicht nur was gute Auslegung ist,
sondern was typische Begründungsfehler sind (Zirkelschluss, Scheinbegründung, Leerformel).
378 Entscheidungen kontextklassifiziert — die Rechtsprechungsübersicht
aus Möllers' Lehrbuch wurde systematisch ausgewertet: Jede Entscheidung ist einer Methode
und einer Rolle zugeordnet (illustrativ, Autoritätsbeleg, Leitentscheidung, Abgrenzung, kritisch).
Methodik auf einen Blick
Schritt 1
Quellen konsolidieren
Die methodologische Fachliteratur wurde systematisch ausgewertet
und deduktiv kodiert (siehe Tab «Quellen»).
Schritt 2
Induktiv erweitern
Über die Lehrbuchsystematik hinaus wurden weitere Quellen
induktiv ausgewertet und neue Kategorien am Material entwickelt.
Das Verfahren ist offen für weitere Quellen.
Schritt 3
Verankern
Jede Kategorie erhält drei Verankerungsebenen: Ankerbeispiele aus der Fachliteratur,
lateinische Rechtsregeln und Rechtsprechungsnachweise mit klassifizierter Rolle.
Quellen — Die Taxonomie basiert auf der folgenden Fachliteratur.
Die Kategorien wurden aus diesen Quellen deduktiv abgeleitet und induktiv am Material erweitert.
Primärquellen
Quelle
Beitrag zur Taxonomie
Möllers, Juristische Methodenlehre, 5. Aufl., C.H. Beck, München 2025
Systematische Grundlage für ML-01 bis ML-08 (Savigny'sche Kanones, Rechtsfortbildung, Vermutungsregeln). Ankerbeispiele und Rechtsprechungsverweise.
Bäcker (Hrsg.), Methoden des Rechts, ARSP Beiheft 176, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2025
Induktive Erweiterung: ML-09 (Meta-Methodologie), ML-10 (Digitale Methodentransformation), ML-11 (Begründungspathologien) und weitere Subklassen.
Liebs, Lateinische Rechtsregeln und Rechtssprichwörter, 8. Aufl., C.H. Beck, München 2021
Verankerung der Methoden durch lateinische Rechtsregeln und Sprichwörter als dritte Belegschicht neben Ankerbeispielen und Rechtsprechung.
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